Wir haben vor dem letzten Landesliga-Heimspiel ein Interview mit Kapitän Simon Zenker geführt. Lest euch hier seine Einschätzung zur aktuellen Situation durch:

Wie sah deine Spielerlaufbahn von der Jugend bis zu den Herren bis jetzt aus?

Begonnen habe ich beim TSC, danach gab es einen Abstecher nach Ingolstadt und Ansbach und anschließend bin ich wieder zum TSC zurückgekehrt.

Was verbindest du mit dem TSC als Verein? Was waren deine Highlights in deiner Fußballlaufbahn bis jetzt?

Für mich ist der TSC Freunde und Heimat. Highlight war für mich im Jahr 2024 der Bezirksliga-Aufstieg und natürlich der Aufstieg in die Landesliga.

Du bist in der Saison 2021/22 direkt als Stammspieler zu den Herren gekommen und bist seitdem integraler Bestandteil der Mannschaft. Wie siehst du deine eigene Entwicklung in diesen 5 Saisons?

Ich denke, vor allem mental habe ich mich weiterentwickelt, da ich nach der Jugend noch sehr emotional getrieben war und den ein oder anderen Temperamentsausbruch hatte. Hier konnte ich viel von unseren „Oldies“ und meinen Kapitänen Nico, Folzi und Atze lernen. Fußballerisch habe ich mich durch Dieter, der mich über den Großteil meiner Zeit beim TSC begleitet hat, vor allem taktisch deutlich weiterentwickelt.

Von Alex Roth, Nico Weidlein und Andrè Folz hast du im Sommer die Kapitänsbinde übernommen. Was bedeutet das Amt für dich und was hat sich dadurch verändert?

Für mich ist das eine Ehre und zugleich sind es große Fußstapfen, in die man tritt. Insgesamt hat sich – abgesehen von den klassischen Kapitänsaufgaben – nicht viel verändert, außer dass man sich noch stärker verantwortlich für die Mannschaft fühlt und entsprechend Verantwortung übernimmt.

Den Großteil deiner Herrenlaufbahn wurdest du von Dieter Kreiselmeier trainiert. Welchen Anteil schreibst du ihm an deiner persönlichen und der Entwicklung des Vereins zu?

Dieter ist maßgeblich für den Erfolg des TSC, da sich seine Bereitschaft und sein Einsatz für den Verein auf die Mannschaft übertragen. Zudem bringt er eine Menge Erfahrung und Fußballwissen mit, wovon jeder Spieler profitiert. Persönlich hat Dieter uns die Grundtugenden des Fußballs und vor allem Bescheidenheit vermittelt, was aus meiner Sicht erst den Doppelaufstieg ermöglicht hat. Auch wenn er in der Vergangenheit ab und zu etwas optimistischer hätte sein können 🙂

Auch fußballerisch hat sich bei der Ersten in den vergangenen Jahren einiges getan. Wie bewertest du die Entwicklung der Mannschaft nach dem Durchmarsch aus der Kreis- in die Landesliga?

Die Entwicklung ist eigentlich unglaublich. Wir haben es geschafft, in eine Liga aufzusteigen, von der so gut wie niemand im Verein gedacht hätte, dass wir sie erreichen. Das liegt daran, dass viele Spieler über sich hinausgewachsen sind und sich extrem weiterentwickelt haben (siehe Jochen Roth). Durch die Landesliga-Saison glaube ich, dass wir uns – auch wenn man es aktuell noch nicht deutlich sieht – stark weiterentwickelt haben und sehe sehr viel Potenzial für die Zukunft, da wir viele junge, talentierte Spieler haben, die sich noch stark entwickeln werden.

Neben den fußballerischen Erfolgen der Ersten haben auch die zweite und dritte Mannschaft Aufstiege gefeiert. Was ist deine Einschätzung zur fußballerischen und organisatorischen Entwicklung der Fußballabteilung?

Ich muss sagen, auf die Entwicklung der gesamten Fußballabteilung kann man stolz sein, wenn man sieht, wo wir vor ein paar Jahren standen – sowohl sportlich als auch vor allem organisatorisch. Vor ein paar Jahren haben Erste und Zweite noch zusammen trainiert, und heute hat man eine Zweite, die vermutlich die damalige Erste besiegen würde. Gleichzeitig steckt in der Zweiten noch viel Potenzial. Und die Dritte spielt inzwischen gegen Windsbach, gegen die die Erste 2024 gerade so zweimal 1:0 gewonnen hat.

Die Debütsaison in der Landesliga neigt sich dem Ende zu. Was waren bis jetzt deine High- und Lowligts?

Highlight und Lowlight zugleich war das erste Saisonspiel in Schwabach, als wir vor 800 Zuschauern das erste Landesliga-Spiel der TSC-Geschichte bestreiten durften. Leider war mein Einsatz nur kurz und wir haben verloren. Deshalb auch Lowlight – das haben wir dann aber im Heimspiel wieder gutgemacht.

Aktuell trennen den TSC zwei Punkte von der Abstiegsrelegation. Was sind deine Erwartungen für die letzten zwei Saisonspiele? Worauf wird es ankommen?

Die letzten zwei Spiele werden nicht einfach, aber wir haben gesehen: Man kann gegen jeden Gegner gewinnen und verlieren. Am Ende kommt es darauf an, dass wir uns nicht verrückt machen und im Kopf klar bleiben. Dann hauen wir uns voll rein und bekommen das gemeinsam mit unseren Zuschauern hin.

Wie würdest du die Stimmung innerhalb der Mannschaft nach einigen herben Rückschlägen und vor dem wichtigen Endspurt beschreiben?

In den letzten Jahren war das Momentum meist auf unserer Seite und wir hatten nur wenige Rückschläge. Dass jetzt nicht alles rund läuft, gehört dazu, aber dennoch ist die Stimmung gut und jeder weiß, dass wir jetzt keine Zeit haben, uns zu viele Gedanken zu machen.

Was wünschst du dir für den TSC in naher sowie ferner Zukunft?

Dass wir das Niveau, das wir aktuell haben, im gesamten Verein zunächst halten können und darauf weiter aufbauen.

Hast du ein fußballerisches Vorbild außerhalb und innerhalb des TSCs?

Nein.

Was ist deine Message an die TSC-Fans?

Danke für euren Support, vor allem auch bei den Auswärtsspielen. Unsere Fans spielen höher als Landesliga! Wir geben alles, damit euer Einsatz häufiger belohnt wird!

Wenn du nicht gerade am Sportplatz bist: Wie gestalteste du deine Freizeit?

So oft wie möglich bin ich am Wasser angeln.

Wie läuft für dich der perfekte Spieltag ab? Gibt es Rituale?

Perfekt ist der Spieltag nur, wenn wir 3 Punkte holen.

Kategorien: AllgemeinHerren

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